Neue Möglichkeit in der Diagnostik und Verlaufskontrolle bei Glaukom - das OCT

 

Was ist ein Glaukom?

Glaukom - der Grüne Star - ist eine Erkrankung des Auges, die etwa ein Prozent der Bevölkerung ab dem 40. Lebensjahr befällt. Ihre Häufigkeit steigt mit zunehmendem Alter auf über fünf Prozent an. Das Glaukom wird auch der „unsichtbare“ Dieb genannt, weil der Erkrankte erst sehr spät den bleibenden Schaden bemerkt. Das Glaukom zerstört langsam und heimlich den Sehnerv. Dies führt zu einer Abnahme der Netzhautdicke. Eine sehr genaue Diagnostik und Verlaufskontrolle ermöglicht das OCT. Es vergleicht die Referenzwerte mit den am Patienten gemessenen Werten und erlaubt eine frühzeitigere Diagnose.

 

Wem ist eine Glaukomvorsorge zu empfehlen?

Grundsätzlich ist niemand davor gefeit, am Grünen Star zu erkranken. Es gibt aber bestimmte Risikofaktoren:

 

·      Nach Überschreiten des 40. Lebensjahres steigt die Häufigkeit des Glaukoms.

·      Die Veranlagung für ein Glaukom ist vererblich. Gibt es in Ihrer Familie schon einen Glaukomfall, ist besondere Wachsamkeit angeraten.

·      Kurzsichtigkeit oder Vorerkrankungen wie Diabetes erhöhen das Risiko.

 

Diagnostik und Verlaufskontrolle bei Glaukom - das OCT

 

Welche Vorsorgemaßnahmen gibt es?

Die übliche Glaukomvorsorge umfasst die Beurteilung der Sehnerven mit dem Spaltlampenmikroskop sowie die Messung des Augeninnendrucks.

 

Einen wesentlichen Bestandteil der Glaukomvorsorge stellt auch die Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) dar. Nur dadurch lässt sich Ihr persönlicher Korrekturfaktor genau ermitteln. Dieser ist für die exakte Messung des Augeninnendrucks notwendig. Seit neuestem gibt es eine exakte und genaue Methode für das Screening bei bestimmten Augenerkrankungen: das OCT

 

Was ist OCT?

OCT ist die Abkürzung von „optical coherence tomography“. Diese patientenschonende Untersuchungstechnik ist mit einem Ultraschall vergleichbar. Nur wird statt Schallwellen ein spezielles und völlig unschädliches Laserlicht verwendet. Die Messung erfolgt berührungslos und erzielt eine sehr hohe Auflösung. Oft kann auf eine Pupillenerweiterung verzichtet werden. OCT ist vollkommen schmerzlos und ungefährlich!

 

Die OCT-Untersuchung (neueste Generation)

Ihr Augenarzt kann normalerweise die Netzhautdicke nur abschätzen. Durch die Optische Koherenz Tomographie (OCT) ist es heutzutage möglich, in einer erstaunlich kurzen Untersuchungszeit völlig unschädlich die Netzhautdicke exakt zu vermessen. Dabei ist es nicht notwendig, das Auge zu berühren. Hierdurch gelingt ein neuartiger Einblick in die kleinste Ebene des Auges. Eine neue Dimension der Diagnostik und Verlaufskontrolle wird somit ermöglicht.

 

Technisch wird die Dickenmessung (Schnittführung) des OCT mittels eines 840 µm-Laser durchgeführt. Diese Laserstrahlung hat nur diagnostische Energie und ist daher unschädlich. Die Auflösung liegt bei 5 µm und ist somit ca. 10 mal höher als mit herkömmlichen Ultraschallverfahren und wesentlich genauer als die Computertomographie (CT) oder die Kernspintomographie (NMR).

 

Die Untersuchung ist vollkommen schmerzlos und ungefährlich! Manchmal ist eine Pupillen-Erweiterung notwendig.

 

Die innovative moderne Untersuchungstechnik macht das OCT für viele Augenerkrankungen zu einem wichtigen diagnostischen Instrument. Bei den häufigsten Erblindungsursachen unserer Gesellschaft ist jetzt eine frühzeitige Diagnose und exakte Verlaufkontrolle möglich. Dies entscheidet über Ihr Sehvermögen, das es zu halten gilt!

 

Leider ist das OCT keine Kassenposition und wird im Gegensatz zu Oberöstereich ( wo das OCT eine Kassenleistung ist) in der Steiermark nicht bezahlt.